Die ARD/ZDF-Medienstudie 2024 zeigt, dass das lineare Fernsehen und Radio nach wie vor mit hohen Reichweiten und Nutzungsvolumina den Gesamtmarkt dominieren, sich die seit einigen Jahren feststellbare abnehmende Nutzungsdynamik aber auch 2024 weiter fortsetzt.
Allerdings ist fraglich, ob lineares Fernsehen und Radio in gleichem Maße perspektivisch durch non-lineare Medieninhalte ersetzt werden. Denn auch in diesem Jahr setzt sich der Trend fort, dass die non-lineare Mediennutzung nicht so stark wächst, dass sie die linearen Verluste ausgleicht. Insgesamt flacht die Nutzungsdynamik non-linearer Medienangebote ab, in einigen Teilbereichen zeigen sich sogar Anzeichen einer Sättigung.
Während die regelmäßige, also wöchentliche, Nutzung des laufenden Fernsehprogramms im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozentpunkte abnimmt (73 %), stagniert sie bei non-linearen Angeboten wie Videostreaming, YouTube und Mediatheken auf einem viel niedrigeren Niveau.
Ähnlich verhält es sich mit der Nutzung von Audioangeboten. Auch hier reduziert sich die mindestens wöchentliche Nutzung des linearen Radios auf 78 Prozent (-4 %-Punkte). Non-lineare Audioangebote wie Podcasts, Radiosendungen/-beiträge auf Abruf im Internet und Musikstreaming verzeichnen dagegen eine relativ konstante Nutzung, einzig das Musikhören über YouTube sinkt sogar um 3 Prozentpunkte auf 27 Prozent.
Insgesamt schauen die Menschen 2024 seltener das laufende Fernsehprogramm bzw. hören seltener lineare Radioprogramme, während non-lineare Medien relativ konstant genutzt werden. Diese weisen aber im Vergleich zum Vorjahr kein messbares Wachstum auf.
Mehr zu den aktuellen Entwicklungen der Mediennutzung in Deutschland finden Sie im Beitrag "Sättigungstendenz bei non-linearer Mediennutzung verstetigt sich" von Anré Rhody im Rahmen der ARD/ZDF-Medienstudie 2024.